Zu Teil 1 (Schweiz-Roadtrip) gehörten Berge, Pässe und Postkartenblicke. Doch bevor es damit losging, haben wir in Meran die Akkus geladen. Nach unserer Zeit in Frankreich (Teil 2 des Roadtrips) gab’s zum Ausklang noch Mailand und Verona. In diesem Beitrag nehme ich dich mit in diese drei Orte – mit Must-Dos, Park- und Restauranttipps und ein paar ehrlichen Reise-Momenten.
Meran: Dauerregen? Stimmung bleibt sonnig 🌧️→🌤️
Base: Dorf Tirol, ein charmantes Dörfchen oberhalb von Meran, umgeben von Apfelgärten & Wein.
Unterkunft: Garni Kofler (Garni = Zimmer mit Frühstück). Freundlicher Betreiber, inkl. Privatparkplatz (wenn auch eng), top Preis-Leistung – im eigenen Garten wachsen sogar Kiwis (!).
Mobilität & Parken
- Mit den Öffis (Tickets von Unterkunft bekommen) geht’s easy runter in die Innenstadt von Meran.
- Wer mit dem Auto kommt: Parkplatz Prader Platz (beim Bahnhof), Parkplatz Karl Wolf, Parking Cantina di Lugano (kleiner), St. Josef Parking Merano – alle praktikabel.
Unsere Route bei Regen
- Meran ist auch bei Sauwetter schön – an der Passer-Promenade entlangspazieren und die Postbrücke mitnehmen
- Die Gilfklamm in Meran haben wir ausgelassen, weil wir die Gilfenklamm bei Sterzing schon auf der Hinfahrt gemacht hatten.
- Castello Principesco: kleines Schloss ohne große Highlights.
- Wenn der Regen Pause macht: Sessellift Meran–Dorf Tirol (fährt nicht ganz bis ins Dorf), dann den Tappeinerweg gemütlich hinunter Richtung Meran – ständig Weitblicke inklusive.
- Bei Schönwetter ein Pflichtstopp: Gärten von Schloss Trauttmansdorff.
- Samstag vormittags: kleiner, feiner Markt – funktioniert bei jedem Wetter.
- Essen: Lust auf Pizza? Relax Pizza (locker, lecker).
Mailand: große Bühne, großartige Bissen 🇮🇹
Nach zwei Wochen Camping wollten wir kurz Luxus – Phi Hotel Milano: Preis-Leistung unschlagbar, für Übernachtung + Frühstück kurzfristig ca. 70 € gezahlt. Ideal zum Ankommen, Duschen, Frühstücken, Weiterrollen.
Parken
- Straßenparken funktioniert gut; mit EasyPark bezahlen. Notfalls Parkautomaten nutzen.
Best of Mailand (unsere Kurzliste)
- Dom & Galleria Vittorio Emanuele II – klassisch, aber wow.
- Teatro alla Scala (für Kulturliebhaber).
- Arco della Pace (monumentaler Triumphbogen), Basilica San Babila (älteste Kirche – 11 Jht.), Via Torino (Shoppen).
- Eisstop: Ciacco oder Gelateria LAB.
- Abkühlung: Freibad „Bagni“ am Teatro Franco Parenti – urban, stylish.
- Essen: Pizza AM – vibey, schnell, großartig. Ristorante Pizzeria Il Kaimano – touristisch, aber sehr gute Spaghetti Carbonara!
- Viertel: Brera (Kunst & Flanieren) und Navigli (Kanal, Aperitivo, Abendstimmung).
- Fußball-Gänsehaut: San Siro – am besten zu einem Spiel von Inter Mailand oder AC Milan.
Mailand kann laut, aber genau das macht’s lebendig.
Verona: Arena-Magie & viel Gefühl (plus Sitzkissen-Hack) 🎭
Letztes Jahr schon verliebt, heuer zurück – diesmal Operntickets vorab gebucht: Carmina Burana in der Arena di Verona. Beginn 21:30, unter 2 h, ohne Pause – kurzweilig, Gänsehaut pur. Für unter 30-Jährige gab’s sogar einen Rabatt auf die Tickets.
Es war extrem heiß – zwei Leute sind wegen Kreislauf umgekippt. Tipp: Fächer und Sitzkissen/Untersitzer mitnehmen, vor allem bei günstigeren Kategorien.
Sitz-Realität (ehrlich & hilfreich)
- Parkett: Stühle mit Lehne (komfortabel).
- Untere Ränge: Klappstühle (okay, aber bring ein Kissen).
- Obere Ränge: nackter Stein – auf Dauer hart → Kissen Pflicht.
Parken & Schlafen
- Parcheggio Centro: günstig, alternativ Interrato Citadella (APCOA): ebenso okay.
- Camping: Camping Castel San Pietro (schön oben über der Stadt).
Verona-To-Dos (kompakt)
- Piazza delle Erbe (täglich Markt)
- Arena di Verona (Oper/Inside)
- Castel San Pietro – Sonnenuntergang mit Snacks & Drink (von innen nicht zu besichtigen)
- Casa di Giulietta (ja, touristisch – aber Icon; linke Brust von Julia Statue anfassen bringt Glück – siehe Bilderreihe; Statue und Balkon kostenlos zu besichtigen)
- Piazza dei Signori, Ponte Pietra, Arco dei Gavi
- Museo Archeologico al Teatro Romano
- Castelvecchio & Ponte Scaligero
- Essen: rund um Piazzetta Pescheria gibt’s viele nette Lokale, Sandwiches –> matt.
- Zeitpuffer? Gardasee ist ums Eck – lohnt sich für einen Tagesausflug.
Fazit: 2½ Wochen, volle Herzen, viele Ahs & Ohs
Eine Top-Reise mit kleinen Schönheitsfehlern: Von alpinen Pfaden (siehe Teil 1: Schweiz-Roadtrip) bis Stadtvibes in Italien. Hätten wir gern mehr Zeit in der Jungfrau-Region verbracht? Ja. Lavendel in Vollblüte zu sehen hätte den Trip noch gekrönt? Auf alle Fälle! Dennoch war es unterm Strich eine tolle Reise mit vielen Highlights.
Aber einmal mehr bestätigt: Italien macht’s leicht. Die Menschen sind gastfreundlich, Englisch ist kein Problem, und irgendwo ist immer ein guter Espresso, eine knusprige Pizza oder grandioses Eis in Reichweite.

































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