Teil 1 führte uns durch die Schweiz – jetzt wird’s französisch: Seen, Felsen, Lavendel und jede Menge Genuss. Mit ehrlichen Eindrücken, Parktipps und Camping-Infos direkt aus unserem Roadtrip.
Annecy – das „Venedig der Alpen“ (und ja, voll in der Hochsaison)
Von Genf rollten wir direkt nach Annecy. Pro-Tipp Parken: Parking Belle-Étoile. Von dort seid ihr in wenigen Minuten am Plage d’Albigny – viel Liegefläche, Duschen und lange knöcheltiefes Wasser (perfekt für Wasserspiele & Familien).
Anschließend führt ein ca. 20-min Spaziergang am Ufer entlang durch die Jardins de l’Europe in die Altstadt. Unbedingt anschauen:
- Palais de l’Île (das fotogene „Haus im Wasser“)
- Passage de l’Île (verwinkelte Gassen mit viel Charme)
Unser Fazit: Annecy hat uns so gut gefallen, dass 2 Tage locker drin gewesen wären.
Camping: Camping International du Lac Bleu (See-Nähe).
Extra: Der Strand Plage municipale ist eine gute Alternative.
Wichtig: In der Hauptsaison vorab buchen – Annecy ist beliebt und voll.
Hitzestopp statt Gipfelsturm: Lac du Sautet
Bei ~40 °C haben wir die Wanderpläne im Écrins oder Vercors gecancelt und sind vom Camping du Lac du Sautet direkt an den Lac du Sautet. Ehrliche Meinung: würden wir nicht empfehlen – wenig Schatten, Schotterstrand, relativ viel los. Zum Abkühlen ok, als Badeziel aber kein Highlight.
Sisteron – Felsenstar & Eispause
Früh weiter nach Sisteron. Die Stadt ist nett, doch das Staunen kommt wegen des Rocher de la Baume (Felswand). Bester Blick: vom Parking Citadelle.
Pflichtstopp für Naschkatzen: Artisan Glacier Flazzi– super Eis.
Essen: Sonntags war vieles zu, aber in der Rue Saunerie werdet ihr fündig; „Le Grand Salon“ war gemütlich (etwas teurer).
Kultur: Die Citadelle lohnt sich für Geschichts-Fans.
Abkühlung: Plan d’Eau des Marres – ideal zum Schwimmen bei Hitze.
Lavendelträume & Postkartenblicke: Sénanque & Gordes
Frühmorgens zum Kloster Abbaye Notre-Dame de Sénanque – berühmt für die Lavendelfelder. Timing-Tipp: Blüte ist meist Mitte Juni– Ende Juli; Anfang/Mitte August war bei uns schon vorbei. Ohne Blüte hübsch, aber nur halb so magisch.
Danach weiter nach Gordes – ein mittelalterliches-schönes Bergdorf auf einer Felskuppe, offiziell eines der „schönsten Dörfer Frankreichs“. Fotostopp: Town View Point Gordes – spektakulär!
Wasser & römische Steine: Pont du Gard vs. Pont d’Arc
Wir haben vormittags Städte erkundet und nachmittags gebadet – mit zwei Klassikern im Programm:
- Pont du Gard: beeindruckendes Aquädukt; wenn ihr nur eines der beiden wählt – dann dieses. Am rechten Ufer weniger los, am linken Ufer bessere Liegefläche/Zugang zum Fluss.
- Pont d’Arc (Ardèche): ikonisch fürs Kanu/Kajak, aber als Badeplatz fanden wir beide Orte weniger ideal. Wassergeruch teils nicht so fein und nicht kristallklar wie erhofft.
Orange & Saint-Rémy – Bühne vs. Bummel
Orange: wegen des antiken Theaters absolut sehenswert (eines der wenigen mit fast vollständigem Bühnenbild). Altstadt selbst: nett, aber kein Muss.
Saint-Rémy-de-Provence: deutlich charmanter!
- Markt am Mi & Sa Vormittag – viel los, großartig zum Schmökern.
- Probiert euch durch: Crousadiou amandes, saveur pistache in der Boulangerie Patisserie HOUSE Cambillau (siehe Bilderreihe).
- Parken: Place Jean Jaurès oder Place Général de Gaulle (meist bessere Chance auf einen Platz).
- Zeit mitbringen für einen Abstecher nach Les Baux-de-Provence (mittelalterlich, schön zum Souvenirs shoppen) und – wenn’s reinpasst – die immersive Show in den Carrières des Lumières.
Avignon – Stadt der Päpste
Zum Abschluss Avignon – dicht an Highlights:
Les Halles (Frühstück & frische Zutaten), Rocher des Doms (grüner Hügel mit Blick), Rue des Teinturiers (Mühlräder-Romantik), Pont d’Avignon, Île de la Barthelasse (Grün & Ruhe; größte Flussinsel Europas) und die historischen Remparts d’Avignon (Stadtmauern). Ein runder Mix aus Kulinarik, Geschichte und südländischem Lebensgefühl.
Extra-Runde: Valensole & Verdon
Wenn Lavendelblüte ist: Plateau de Valensole ansteuern – endlose Lila-Felder, Duft inklusive. Danach weiter zur Plage du Galetas (Badepause, türkises Wasser!).
Die Gorges du Verdon liefern dann das große Panorama-Finale: Adler über uns, Wasseraction mit Kanu/Kajak – z. B. bei Ride The Verdon – und diese unvergesslichen Schluchtblicke.
Wenn ihr mehr Zeit habt …
Parc national du Mercantour, Grasse (Parfum!), oder gleich weiter zur Côte d’Azur – Frankreich ist nicht umsonst eines der meistbesuchten Länder der Welt. Und ja: man merkt’s – heuer wirkte es, als würde halb Frankreich im eigenen Land urlauben.
Praktische Tipps (aus unserem Roadtrip notiert)
- Hauptsaison planen: Annecy unbedingt vorab reservieren (Camping & Unterkünfte).
- Parken kompakt:
- Annecy: Parking Belle-Étoile → Plage d’Albigny → Altstadt (20 min Uferspaziergang).
- Sisteron: Parking Citadelle (Top-Blick auf Rocher de la Baume).
- Saint-Rémy: Place Jean Jaurès / Place Général de Gaulle.
- Avignon: Direkt an der Stadtmauer, innerhalb der Mauern.
- Um das Parken zu erleichtern, empfiehlt es sich, die Apps PayByPhone oder Flowbird bereits im Vorfeld herunterzuladen
- Hitze-Strategie: Bei ≥ 35–40 °C vormittags Kultur/Orte, nachmittags Baden. Schatten ist nicht überall gegeben (z. B. Lac du Sautet).
- Lavendel-Timing: Juni–Juli anpeilen (Sénanque, Valensole). Ab August oft schon geerntet/verblüht.
- Baden vs. Schauen: Pont du Gard & Pont d’Arc sind visuell top, Badequalität aber eher so-lala.
- Food-Notes: Artisan Glacier Flazzi (Sisteron, Eis!), Les Halles (Avignon, Frühstück & regionale Küche). Crousadiou amandes, saveur pistache (Boulangerie Patisserie HOUSE Cambillau)
- Camping-Stops: Camping International du Lac Bleu (Annecy-Region); Camping du Lac du Sautet (nur bedingt fürs Baden), am Weg gibt es zahlreiche Campingplätze!
Unser Fazit
Rhône-Alpes & Provence sind die perfekte Verlängerung nach der Schweiz: Alpencharme in Annecy, Felsdrama in Sisteron, Lavendelträume rund um Sénanque & Gordes, antike Kulissen in Orange und historische Geschichte in Avignon. Mit der richtigen Saisonwahl (Lavendel!), cleverem Parken und einer Hitzetaktik wird’s ein Roadtrip, den ihr nicht so schnell vergesst.
Teil 3 führt uns dann weiter nach Italien – bereit? 🚐🇮🇹


































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